Kurze Antwort
Das biopsychosoziale Modell berücksichtigt die Auswirkung psychologischer, sozialer und Umweltbelastungen auf die Gesundheit und die Beschwerden des Patienten. Der Osteopath sollte diese Faktoren berücksichtigen, aber nicht die Arbeit eines Psychologen oder Psychiaters ersetzen, und sollte den Patienten bei Verdacht auf ein psychisches Gesundheitsproblem an den entsprechenden Spezialisten überweisen.
Das biopsychosoziale Modell
Eines der fünf Modelle, die im WHO-Dokument zur Osteopathie beschrieben werden, ist das biopsychosoziale Modell. Dieses Modell berücksichtigt die Auswirkung psychologischer, sozialer und Umweltbelastungen auf die Gesundheit und die Beschwerden des Patienten.
Schmerz und Stress
Chronischer Schmerz lässt sich oft nicht allein durch Veränderungen im Gewebe erklären. Schlaf, Stress, Angst sowie Arbeits- und Familiensituation können die Wahrnehmung und das Fortbestehen des Schmerzes beeinflussen. Deshalb nehmen Kommunikation mit dem Patienten, Aufklärung und die Förderung von Aktivität im modernen Ansatz einen wichtigen Platz ein.
Berufliche Grenzen
Der Osteopath sollte psychologische Faktoren berücksichtigen, aber nicht die Arbeit eines Psychologen oder Psychiaters ersetzen. Bei Verdacht auf Depression, eine Angststörung oder ein anderes psychisches Gesundheitsproblem sollte der Patient an den entsprechenden Spezialisten überwiesen werden. Behauptungen, dass die osteopathische Behandlung psychische Erkrankungen behandelt, sind wissenschaftlich nicht bestätigt.
Quellen
- Weltgesundheitsorganisation (2010). Ausbildungsstandards für die Osteopathie. ISBN 978-92-4-159966-5. who.int (öffnet in neuem Fenster)
Dieser Artikel dient der Aufklärung und ersetzt keine ärztliche Beratung.