„Faszien 1“ — 1. Tag
Thema: Einführung in die Faszie: Geschichte, Anatomie, Schichten und Untersuchung

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Was in der Unterrichtseinheit vermittelt wird
- Die Entstehung der Osteopathie: Andrew Taylor Stills Ansatz und die erste Schule für Osteopathie, die er 1892 eröffnete.
- Der Wandel der Sichtweise auf die Faszie: von einem in der klassischen Anatomie als „Verpackungsmaterial“ weggeschnittenen Gewebe bis hin zu einem einheitlichen Kollagennetzwerk, das den ganzen Körper umhüllt.
- Die internationalen Faszienforschungskongresse und die moderne Fachliteratur zur Faszie.
- Embryologie: die Keimblätter, die Entwicklung der Somiten (Dermatom, Myotom, Sklerotom), das Neuralrohr und die Neuralleiste, die Wanderung der Organe und die Bildung ihrer Bänder.
- Der Aufbau des Bindegewebes: Kollagen-, elastische und retikuläre Fasern, Grundsubstanz, Fibroblasten sowie Myofibroblasten, die unter chronischer Belastung eine Kontraktionsfähigkeit entwickeln (Beispiel: „Frozen Shoulder“).
- Die Schichten der Faszie: die oberflächliche Faszie, die aponeurotischen (zum Beispiel die Fascia lata und die thorakolumbale Faszie) und epimysialen Typen der tiefen Faszie, fasziale Kompartimente und Retinacula; die Muskelhüllen (Epimysium, Perimysium, Endomysium).
- Die Faszie als Sinnesorgan: die Golgi-, Pacini- und Ruffini-Mechanorezeptoren, die Rolle freier Nervenendigungen und das Konzept der Interozeption.
- Das Tensegrity-Modell: der Körper nicht als Säule, sondern als Gleichgewicht von Zug- und Druckelementen.
- Behandlungsansätze: direkte und indirekte Techniken, das Halten des Gewebes an seinem Gleichgewichtspunkt.
- Praktischer Teil: Beobachtung des Patienten, Haltungsbeurteilung, das rechts–links-Kompensationsmodell des Körpers (Zink-Modell), globale Tests, eine Einführung in die Beurteilung von Gesicht und Schädelregion.

